Im Süden Bulgariens,
an der Grenze zu Griechenland, erheben sich die Rhodopen. Ein ausgedehntes,
stark gegliedertes Bergmassiv,
das für seine Ursprünglichkeit, Mythen und Legenden bekannt
ist. Der bis auf 2200 m ansteigende Höhenzug durchschneidet das
Land
auf einer Länge ca. 250 km in west-östlicher Richtung.
Im Laufe der jahrtausendealten
Geschichte wurde die Rhodopen von Thrakern, Slawen, Protobulgaren,
Byzantinern und Römern besiedelt.
Heute lebt dort ein buntes Gemisch an Ethnien: Bulgaren, Türken,
Pomaken, Roma. Dementsprechend verfügt die Region über
eine einzigartige
Kultur sowie vielfältige Traditionen im Haus- und Handwerk.
Kunsthandwerke, Teppich- und Tuchweberei, Kupferschmiedehandwerk,
Holzschnitzerei u.a. - haben immer das Leben der Einheimischen begleitet.
Die Rhodopen bilden
ein riesiges Labyrinth von Bergen, Tälern und Schluchten verschiedenster
Länge und Richtung. Für den westlichen Teil des
Gebirges ist Nadelwald typisch, der hauptsächlich aus Kiefern
besteht, während der Ostteil aus unterschiedlichen Waldtypen
besteht. Kastanien,
Feigenbäume, Jasmin und Orchideen finden sich hier sowie viele
in den Rhodopen endemische Pflanzen. Bären, Wölfe, Hirsche,
Wildschweine,
Füchse, Schlangen, Adler und viele andere Tiere leben in den
Rhodopen.